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Jede Stimme war todt; kaum hauchte der Athem; das LebenStutzt', hielt inne; die Zeit stand still — doch laut aus
der Tiefe,
Laut mit allen Empfindungen rief die betende Seele:
O, wer bist du, wer bist, du der Wesen Wesen, wer bist du?Gott, unendlich, der Erste! da war cS einsam; du Schönster,Wesen vhn' Ursprung! ewig war es nicht einsam, du Liebe!Ach (nun kam mir die Stimme zurück, nun flössen die
Thranen),
Ach, mein Schöpfer, mein Gott, ich vergeh' in den mächtigen
Freuden!
Dicht, denn dicht um mich her strömt deiner Allgegenwart
Fülle!
Einst — v sey du mir, Tag, mit lautem Jubel geuenuet —Ging ich zu ihm, der mich schuf, doch nicht durch dcS Todes
Gefilde,
Hoch bei dem Grabe vorüber, zu Gott! Er sendet mich heute,Euch zu richten, ihr Weise voll Wahns, die, trotzend auf
Grübeln,
Ans die kleine Seele zu stolz (ihr ließet sie Gott nicht.
Sie zu erhvhn), unsterblich sich glaubten und hoch von sich
hielten:
Wenn sie das Wesen der Wesen nach ihrer Weisheit ent-hüllten
Und in das furchtbare Dunkel hinauf, von Träumen geflügelt,Drangen und Den, der ewig ist, ganz, wie er Gott war,
entdeckten.
Seine Vollkommenheit theiltcn, mit Menschcnmaß sie bemaßen.