Hat vernommen den Jainmcrlaut der Knaben im ArmeEurer glühenden Götzen, den jauchzenden Schall der Drommete,Der das geheime Geschrei des Gefühls vergebens betäubte.Siehe, dem Hörenden wurd' es lauter, je mehr es die MütterBleich im brechenden Herzen erstickten, unmenschlich gezwungen,Ohne des deckenden Schleiers Guad' in dem Blute zu stehenUnd der Knaben Tode zu lächeln! Nun fordert er wiederIhr hiuströmendcs Blut; nun wird die Sünde gerochen,Welch' ihr mit euren Göttern erfandet, und jede verlorneBessere That, die sie hätten gethan, wenn ihr sie zum UnsinnNicht verführt und unter sich selbst erniedriget hättet!
Als er redete, ward zusehends sein Angesicht Heller,
Und es sahn's die Erstandnen in seiner Herrlichkeit strahlen,Ohne Hülle. Nach ihm erhub sich Hcnoch, und, siehe,
Eine Morgenröthe mit ihm. Der Göttliche sagte:
Da ich das kleine Leben noch lebte, da noch die StundeMeiner neuen Herrlichkeit säumte: da saß ich oft einsamUnter der Ceder im Hain; dann rauscheten wallende LüfteIn der Ceder ihr Leben, es fühlten sich alle NaturenUm mich herum; ich aber empfand die unsterbliche Seele.Damals, o, da schon ergriff mich in Stunden, welch' ich noch segne,Oft mit so unaussprechlicher Neuheit und Wonne der besteAller Gedanken, ach, der Gedanke vom Ersten der Wesen,Daß zu der tiefsten Bewundrung die Seele vor seinem An-
schann
Schauernd hinuntersank: so neu, so ganz nicht empfundenWar sein Gefühl mir! Ich rief — der zitternde Mund nicht,
der starrte;
.klerslvck. Messias. III.
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