Druckschrift 
3 (1844)
Entstehung
Seite
22
Einzelbild herunterladen
 

22

Seele, wie kühn Der bitten dürft, den, über die TodtenAuszusprechen Entscheidung, der Gvttesversöhner erwählte.Und er sank und betet' und ward erhöret. Da wandt' erSich zu dem Todten und sprach: Des Abgrunds niedrigsten

Sklaven

Sollst du dienen, Empörer! wer tief an die untersten StufenDeines Throns sich stürzte, von dort wegschlich und mit

Wuth trat

Auf den Nacken der Unterjochten, der leidenden Guten,Diesem! Sein zweifelnder Wink schon soll den Fuß dir

beflügeln,

Dich anklagen der Säumniß die ivahnsiuntrunkene Fordrung!Und der Gerichtete fühlt' auf Einmal sich schwerer und

sank, so

Ueberlastet, hinab, wo der Sklaven Wink auf ihn harrte.

Aoar hatte, vereint in langer dauernder FreundschaftBunde, mit Scba gelebt. Und jetzt ward ihnen, was seltenFreunden ward. Sie starben zugleich, mir sichrer ErwartungJener Herrlichkeit: Seba, indem er sich selber die Krone,Als dem Würdigen, gab; mit Reu' und Befürchtung und

Demuth

Joar. Anders sinket und steigt des Richtenden Wagschal',Als des Menschen. Da sie zum Gericht ein Unsterblicher

führte,

Sprachen sie unter einander: S. O, Los des himmlischen

Lebens!

Ach, wie ist uns so lieblich das Los des himmlischen Lebens,Joar, gefallen! A. Auch hier vereint uns Beide die Freundschaft,