Endlich hakt' Elisama sein graues Haupt iu dir GrubeNiedergelegt, ein dürftiger Greis, der wankend am StabeVor der Thür der Reichen sein Brod erflehte, sein WasserSchöpft' ans den Quellen. Er war empfindliches Herzens
gewesen.
Aber geduldig. Ein Held, wie Wenige, hatt' er des LebensGrößte Trübsal nicht nur ertragen, hatte den SchöpferAller Dinge, den Geber der Freud' und des Schmerzes,
gepriesen.
Könige könnt' er ehren und wurde sogar von den LetztenUnter dem Volk verachtet. Er lag schon lang auf dem LagerTodt, und noch kam Keiner, der ihn begrübe; da leckt' ihmEinmal sein Hund noch die kalte Hand und starb. ElisamaStand vor dem Richter. Ihm bracht' ein freudestrahlender
Cherub
Eine Krone vom Richter. Im weiten Kreise der EngelUnd der Erstandnen walleten leisere Lispel, der FreudeStimmen umher, da der Cherub die Krone dem Duldenden
brachte.
Manches Gesetz, weil es leicht ihm wurd', und in seinerSeele
Keine Neigung nicht war, die sich dawider empörte,
Hatte Aadech erfüllt, und stolz war dieser GetäuschteAuf den kümmerlichen Besitz, den er hatte, geworden,
Auf den Brosam grünliches Brod, den hölzernen Becher,Aus der stehenden Lache gefüllt, die sinkende HütteUnd den kupfernen Scherf. Wer solche Arme verachtet,
Weh' Dem; aber auch weh' dem Mann des Elends, der stolz ist