Und er ließ sie'»; nicht lang, und er stand vor den Engeln
allein da.
Wie ein redlicher Mann, den Verleumder umwölken, verachtetSich zu vertheidigen, schweigt: denn bald verzieht das Gewölk
sich.
Ach, noch rauchet sein Blut, noch rollt er das Auge, nochstarrt es
Ganz nicht hi», noch zuckt sein Gebein. Nun streckt er dem
Grabe
Völlig sich aus und entschläft. Er hatt', in der Wuth der
Verzweiflung,
Gegen sein Herz gerichtet den wankenden Dolch, zu der
Erd' ihn
Niedergcschmettert, ihn wieder gefaßt, mit furchtbarer LacheBlinken gesehn den Verderber, hatt' Ahnung gehabt von
Blute,
Schwarzem eigenen Blute, mit Kälte den Dolch auf den
Herzschlag
Angesetzet, ihn langsam zurückgezogen, mit hohem
Arme gezielt und gestoßen, daß dumpf die eherne Brust ihm
War erschollen, unter des fallenden Last erschollen
War die Erde. Sein Geist stand jetzt vor dem Richter,
besann sich
Kaum noch, was jene Wolken, von vollem Monde gehellet.Wären, was wäre jenes Gestirn, so die Wolken ihm hellte.Ach, und diese Götter! Das weckt' ihn. Die Himmlischen alleSchauerten, zweifelten. Aber der Richter lächelt' ihm Gnade.Allmacht war sein Lächeln, schuf um zu Wonne das Elend.