Druckschrift 
3 (1844)
Entstehung
Seite
12
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Und er ließ sie'»; nicht lang, und er stand vor den Engeln

allein da.

Wie ein redlicher Mann, den Verleumder umwölken, verachtetSich zu vertheidigen, schweigt: denn bald verzieht das Gewölk

sich.

Ach, noch rauchet sein Blut, noch rollt er das Auge, nochstarrt es

Ganz nicht hi», noch zuckt sein Gebein. Nun streckt er dem

Grabe

Völlig sich aus und entschläft. Er hatt', in der Wuth der

Verzweiflung,

Gegen sein Herz gerichtet den wankenden Dolch, zu der

Erd' ihn

Niedergcschmettert, ihn wieder gefaßt, mit furchtbarer LacheBlinken gesehn den Verderber, hatt' Ahnung gehabt von

Blute,

Schwarzem eigenen Blute, mit Kälte den Dolch auf den

Herzschlag

Angesetzet, ihn langsam zurückgezogen, mit hohem

Arme gezielt und gestoßen, daß dumpf die eherne Brust ihm

War erschollen, unter des fallenden Last erschollen

War die Erde. Sein Geist stand jetzt vor dem Richter,

besann sich

Kaum noch, was jene Wolken, von vollem Monde gehellet.Wären, was wäre jenes Gestirn, so die Wolken ihm hellte.Ach, und diese Götter! Das weckt' ihn. Die Himmlischen alleSchauerten, zweifelten. Aber der Richter lächelt' ihm Gnade.Allmacht war sein Lächeln, schuf um zu Wonne das Elend.