Druckschrift 
3 (1844)
Entstehung
Seite
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Lebet? Ihr Götter der Erd' und des Himmels und aller der

Sterne!

Ach, tch bin — kein letzter Traum des sterbenden LeibesIst es — ich bin! und dieser kein Leib, so wie Blumen verwelket.Heilige, heilige Götter, der Sonne Götter, des MondesUnd der Sterne, die dort mir immer herrlicher strahlen,Gute, wo sepd ihr? wo such' ich euch auf? wo stürz' ich mich

nieder,

Weine Dank, daß ich bin? und nun auf immer, ihr großeEwige Götter! Wo klaget mein Freund? Zu weit von der ErdeSchweb' ich. Wo jammert des Leidenden Herz, er werde ver-gehen,

Wie, den er liebte, verging? Vergehn, du Treuer, du Guter?Warum starb er nicht auch? Vergehen meinst du, du Treuer?O, die erhabenen heiligen Götter, die Schöpfer des TodesUnd des Lebens, die ewigen Götter meinen es anders!

Darf ich hinuntcrsteigen, den Hain besuchen, in dem erMir mein Grab aufgrabt? mit einer Labung zum Tod ihnLetzen und ihn mit mir herauf zur Unsterblichkeit führen?

Jetzo erblicket' er Wesen, die gleich ihm waren; sie schwebtenNieder nach Tabor; auch andere sah er, welch' ihm nicht glichen;Und die dauchten ihm Götter zu sepn. Er eilet zu diesen,Sinkt anbetend nieder und rufet: Ich bin! ach, ich dank' euch,Preis' euch, lieb' euch, bet' euch an, ihr ewige Götter,

Daß ich bin! E. Wir sind Crschaffne. G. Gestorben, wie ich?

lebt

Nach dem Tode, wie ich? E. Gott ist nur Einer. Er schuf uns.Aber unsterblich. Folg' uns jetzt. Bald gibt dir Erkenntniß,