Druckschrift 
3 (1844)
Entstehung
Seite
8
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Doch nicht etwa trösten? Was soll mir Tröstung? ich sterbe!Tröste dich/ daß dn leben mögest! Ich fürchtet' es lange.Aber ich dacht' es nicht oft, in der Freude der blühenden Jahre;Ach, nun ist es gekommen, und ich muß wallen, hinunterEtwa ins Grab? ich walle nirgends hin! Denn ich bin dannAufgelöset, ein Nichts. Du wirst dem verwesenden LeichnamDoch wohl den Namen des Freundes, der dich liebte, nicht

geben?

Ehmals schonet' ich deiner Thränen; itzt kenn' ich kein Schonen,Selber deiner Thränen nicht mehr. Mit eisernem ArmeFasset der Tod, und eisern wird des Sterbenden Seele.

Ha, er ist voll des Entsetzens, der schwarze Gewittergedanke,Daß ich sterben muß, Hinstürzen muß und verwesen!

Höre, vernimm, bewahre des Scheidenden Wort, du Geliebter,Wie ein Krieger den Schild: Ach, daß ich sterbe, vergehe,Klag' ich die Götter nicht an. Wir Arme sind zu geringeZu der Unsterblichkeit. Eile nun hin und schöpft der QuelleGanzen. Strudel mir aus, damit ich noch einmal mich labeOder, wird es mir Tod, gleich sterbe! Der Freund gebietet,Und sie bringen ihm dar die volle Schale des Todes.

Bleicher ward er und schwindelt' und zittert' und starb. Die

getrennte

Seele schlummerte fliehenden Schlaf von der letzten Erschüttrnng.Ach, sie schwung sich empor. Schon strömte des lauten ErstaunensDonncrrnf, schon floß der freudigen süßen VerwnndrnngSilberstimme. Ihr Götter, unsterbliche Götter, ist's möglich?Götter der Sonn' und des Mondes, ist's möglich? ich lebe?

der todt war,