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Zwanzigster Gesang.
141 .
Sie fiel, seitdem dn nichts von ihr vernommen,Wohl mehr als zwanzig Männern in die Hand.Nun hoffe noch, die Blüthe zu bekommen,
Wird sie auch je dir wieder zugewandt.
Ha! schändlich Weib, wie lügst du so vollkommen!Und daß du lügst, ist dir doch wohl bekannt.
Ist sie auch Vielen in die Hand gefallen,
So hat doch Keiner sie verletzt von Allen.
I4L.
Nun fragt Zerbin, wann und an welchem OrteSie Jene sah, doch kann er nichts erspäh«;
Das stvrr'ge Weib will von dem theuern HorteNicht mehr, als er vernommen, ihm gestehn. .
Zu Anfang giebt Zerbin ihr gute Worte,
Dann droht er wild, den Hals ihr nmzudrehn.Doch Drohn und Bitte können nichts erzwingen;Er kann die Here nicht znm Reden bringen.
143 .
Zerbin gönnt endlich Ruhe seinem Munde,Denn Reden, sieht er ein, ist bloß Verlust»
Doch Eifersucht ob der empfangnen KundeLäßt nicht dem Herzen Raum mehr in der Brust;Und könnt' er Isabellen sehn — zur StundeLief' er dnrch's Feuer mit der größten Lust.
Doch um Marsisen seinen Schwur zu halten,
Muß er sich richten nach dem Wink der Alten.