Neunzehnter Gesang.
86 .
Kanin rühren sie den Boden an im Fallen,
So steh» sie wieder und ernen'n den Streit.
Hier wird mit Han'n und Stechen ausgefallen,Hier decken Schild, Schwerdt und Behendigkeit;Und ob die Streiche voll, ob leer gefallen,
Stets zischt die Lnft und schallet weit und breit.Helm, Panzer, Schild beweisen hier genüglich,Kein Amboß sey an Härte so vorzüglich.
97 .
Ist schwer des tapfern Fräuleins Arm zu nennen,So ist der Arm des Ritters auch nicht leicht;
An beiden läßt sich gleiches Maaß erkennen,
Daher sich Geben und Empfangen gleicht.
Wer zwei wildkühne Seelen wünscht zu kennen,Sieht durch die Beiden seinen Wunsch erreicht.
An Tapferkeit, Geschick und KämpfergabenHat dieses Paar, was man vermag zu haben.
98 .
Die Fran'n, die mit so Ungeheuern StreichenSo lange schon den Zweikampf dauern sahn,Und Beide noch ohn' ein Ermüdnngszcichen,Noch immer stark und rüstig auf dem Plan,Belobten sie als Krieger ohne GleichenSo weit das Land des Meeres Arm' umfahn.Wär' ihre Kraft die größte nicht ans Erden,
So müßte schon die Arbeit tödtlich werde».
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