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Theil 2 (1851)
Entstehung
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314
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Neunzehnter Gesang.

93 .

Mundöffnen, Athemholen, AugenblinkenErlaubt sich keins von allen, die da sehn ;

Wem von dem Paar die Palme möge winken,

Das ist das Einz'ge, wonach Alle spähn.

So, denkt Marstsa, soll der Schwarze sinken,

Daß er vom Boden nimmer mag erstehn:

So zielt ihr Speer. Der Schwarze gleich verwegen,Sinnt darauf nur, Marfisen zn erlegen»

94 .

Die Lanzen schienen nur von dünner WeideUnd nicht von zähen Eichen, stark und groß,

Denn bis zum Griff zersplitterten sie beide;

Und für die Rosse war so hart der Stoß,

Daß Alles glaubt, die schärfste Sichel schneiveAn jedem Bein zugleich die Nerven los.

Sie stürzten hin, und schon hat, unbeschädigt.

Das Kämpferpaar der Bügel sich entledigt.

95 .

Marfisa hat wohl Tausend schon im LebenAuf Einen Stoß vom Roß herab gejagt,

Doch Niemand konnte sie vom Sattel heben;

Und diesesmal geschah's, wie ich gesagt.

Der seltne Fall erstaunt sie nicht nur eben,

Sie ist wie ganz von Raserei geplagt.

Auch scheint der Fall den Schwarzen zu bestürzen,Er ist es nicht gewohnt, so leicht zu stürzen.