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Theil 2 (1851)
Entstehung
Seite
288
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Neunzehnter Gesang.

18 .

Und wirst den Bogen weg, schwingt unverdrossen,Von Wut entflammt, im Feindekreis sein Schwerdt,Zu sterben mehr verlangend, als entschlossenSich so zu rächen, wie sein Zorn begehrt.

Schon sieht er rings das Erdreich übergossenMit eignem Blut, fühlt jede Kraft verzehrt;

Und da er merkt, daß es znm Letzten schreite,

Läßt er sich fallen dem Medor zur Seite.

16 .

Ein Jeder eilt, dem Führer nachzufliegcn,

Den tiefer Zorn treibt durch den tiefen Wald,

Und Alles läßt die beiden Mohren liegen,

Den Einen kaum noch warm, den Andern kalt.Medor liegt da, nnd ohne zu versiege»

Entströmt das Blut ihm aus so weitem Spalt,

Daß wohl sein Leben bald ein Ende nähme,

Wenn Jemand nicht uni ihn zu retten käme.

17 .

Der Zufall fügt, daß durch des Waldes DichteEin Mädchen kommt in ländlichen! Gewand,

Doch fürstlich von Gestalt, schön von Gesichte,

Von edeln Sitten, ehrbar, voll Verstand.

So lange gab ich nicht von ihr Berichte, ^

Daß sie von euch wohl schwerlich würd' erkannt. ^Angelica erschien auf diesem Plane,

Die Tochter Von Catay's großmächt'gem Chane.