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Sechszehnter Gesang.
6 .
Nah bei Damast sah er den Ritter kommen,Für den jetzt eben Origille glüht;
Auch paßten sie an Schlechtigkeit vollkommen,Wie paßlich ans dem Kraut die Blume blüht»Leichtsinnig waren Beid' und schnell entglommen,Verräthrisch sein, nud treulos ihr Geniüth;Und beiderseits verstanden sie, die Flecken,
Zu Andrer Leid, mit edlem Schein zu decken.
Der Ritter kam in prächt'gem Kriegsgeschmeide,Wie ich euch sag', auf einem großen PferdsMit ihm das falsche Weib, in einem Kleide,
Blau und mit Gold gestickt, von vielem Werth.Zur Seite waren-ihm zwei Knappen, beideMit seinen Waffen, Helmund Schild, beschwert;Denn Alles wollt' er so mit Glanz und PrahlenBei'm Kampfspiel zu Damaskus überstrahlen.
8 .
Um diese Zeit sind große FestlichkeitenBei'm König von Damaskus angesagt;
Drum kommen Ritter jetzt von allen SeitenIn ihrem besten Schmuck herangejagt» —
Kaum sieht die Vulerinn den Gryph vom Weiten,Als sie sogleich vor Schrecken bebt und zagt.
Des Bulen Kraft, das weiß sie, wird nicht nützen,Sie gegen ihn vor bösem Tod zu schützen.