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6 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : viertes Heftlein
Entstehung
Seite
170
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meinen Augen durch — welches für einen Autor eine närrischeschwüle Empfindung ist — und schwcppcrte oft mit den zweiArmen auf und nieder und wollte den Verfasser roth machendurch übertreibendes Lob; aber eS verfing nichts; denn einVerfasser hat sich jedes schon vorher tausendmal ertheilt undist zugleich seine eigne Fleischwage, sein eignes Fleischgcwichtund sein eignes Fleisch, weil er wie ein Tugendhafter mitseinem eignen Beifall zufrieden ist. —

„Der Held deiner Posttage — sagt' er — ist ein wenig„nach dir selber gebosselt." — Das, versetzte ich, entscheidedie Welt und der Held, wenn mich beide kennen lernen; esthun'S aber alle Autores, ihr Ich steht entweder abgezeich-net vor dem Titelblatte oder dahinter mitten im Werke,wie der Maler Rubens und der Zeichner Ramberg fast inallen ihren Arbeiten einen Hund anbringen.

Nun aber denke man sich mein staunendes Händezu-sammenschlagen, als der Doktor mir daö Ländchen nannte,wo die ganze Geschichte vorging: heißet wirklich das

Ländchen. „Ich solle nur hin, sagt' er, so könnt' ich das„45ste Schwanz-Kapitel aus der Quelle schöpfen. Bei sei-nem Durchmarsch wäre man in Flachsenfingen erst über„dem -losten Hundsposttage her gewesen. Wenn ich eigne„Pferde nehmen wollte (das will ich, sagt' ich, ich kaufe mir„noch heute eigne): so könnt' ich vielleicht einem vornehmen„Passagier Nachkommen, der, wenn ihn nicht alles tröge, der„Lord leibhaftig sei." Wegen einiger Loth Teufelsdrcck, dieFcnk unterwegeS nöthig hatte, war er sogar bei Zeuseln inder Apotheke gewesen, dem, sagt' er, die Zahl 99 so leser-lich wie dem Nummernvogel (Latal-mw) die Zahl 98 an-erschaffen sei.