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Stoßvogcls vernähme, der bisher unvcrrückt gleichsam mitangenageltem Fittig hoch im Blauen über dem Raub geru-het hatte. — Verarget es dem Doktor nicht gar zu sehr,daß ihn die verlorne Gelegenheit kränkte, seinen Freund ausdem engen Gcfängniß und sich aus dem weiten des LebensloS zu machen. Denn er hat zu viel verloren und ist zueinsam; die Menschen kommen ihm wie die Leute in dempolnischen Steinsalzbergwcrk vor, die herumtappen mit eineman dem Kopf gebundncn Licht, das sie ein Ich nennen,vom genußlosen Blinken des Salzes umzingelt, weiß geklei-det und mit rothen Binden, als wären es Aderlaßbinden. —Die Sprache seiner Bekannten ist, wie die der Sineser, ein-sylbig. — Er muß dem beschämenden Tag entgegen leben,wo Jenner und die Stadt die Niedrigkeit seines Standesihm zum Betrug anrechuen. — Vor sedcm Auge steht erin einem andern Lichte oder Schatten vielmehr, Matthieuhält ihn für grob, Jenner für intriguant, die Weiber fürtändelnd, so wie Emanuel für fromm und Klotilde für zuwarm — denn jeder vernimmt an einem vollstimmig be-setzten Menschen nur sein Echo. Welches Herz könnt' ihnnun noch bewegen — seines ohnehin nicht — das Ruder imSklavenschiff deö Lebens länger zu halten? O Eines könnt'es, ein mächtiges warmes, das mütterliche: „stürze dich nur„aus der Erde — sagte sein Gewissen — dann stirbt dir„deine Mutter voll Liebe nach und tritt in der zweiten Welt„vor dich mit so vielen Thränen, mit allen heißen Wunden,„und sagt: Sohn, dieser Schmerz ist dein Werk!" — Ergehorchte und sah ein, wenn es edel ist, für eine Geliebtezu sterben, so sei es noch edler, für eine Mutter zu leben.
Daher beschloß er, noch heute Abends — Abends, da-