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6 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : viertes Heftlein
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schon als Erbschaft von seinem bemittelten Vater Eymannbegehren voraus zu geben und anzukündigcn. Der Eigen-nutz dieser Erniedrigten, der andere kalt gemacht hätte, rührtegerade sein Innerstes; schon längst hatt' er gesagt:mansollte mit keinem Menschen Mitleid haben, der philosophischoder erhaben dächte, am wenigsten mit einem Gelehrtenbei einem solchen gingen die Wespen-Stiche des Schicksalskaum durch den Strumpf hingegen mit der armen-belscele leid' er und wein' er unendlich, die nichts größereskenne, als die Güter der Erde, und die, ohne Grundsätze,ohne Trost, bleich, hülfloS, zuckend und erstarret niederfallevor den Ruinen ihrer Güter." ES verdoppelte daherblos sein Mitlciden, da diese Marie in sinnloser Dankbar-keit vor ihm mit abgerissenen Danksagungen Ausrufun-gen Freudengüssen mit Rockknß, einfältigem Lachenund Niederknieen wechselte.

Als er den andern Morgen ging zuerst auf St. Lüne und vor dem Marienkloster vorüberkam, wo einmal dieangenommene Tochter des Jtaliänerö Tostato einen sechstenFinger opfern wollte: so kam Marie aus einer Glicder-Bude*) heraus und hatte zwei wächserne Herzen erhandelt.Viktor brachte durch langes und künstliches Fragen aus ihrheraus: sic wolle das eine, das ihres vorstelle, der h. Marieumhenken, weil ihres ihr nicht mehr so wehe thue und nichtso eingeprcfset sei wie vorige Woche. Ueber das zweite

*) Um mehre Kapellen (S. Schlötzcrs Briefwechsel Th. in.Heft XVlIl. 45) stehen Waarenlager von wächsernen Glie-dern und Thiercn, die man als Ohren- und Armgehenkefür Heilige kauft, damit die Urbilder genesen.