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schon als Erbschaft von seinem bemittelten Vater Eymannbegehren — voraus zu geben und anzukündigcn. Der Eigen-nutz dieser Erniedrigten, der andere kalt gemacht hätte, rührtegerade sein Innerstes; schon längst hatt' er gesagt: „man„sollte mit keinem Menschen Mitleid haben, der philosophisch„oder erhaben dächte, am wenigsten mit einem Gelehrten —„bei einem solchen gingen die Wespen-Stiche des Schicksals„kaum durch den Strumpf — hingegen mit der armen Pö-„belscele leid' er und wein' er unendlich, die nichts größeres„kenne, als die Güter der Erde, und die, ohne Grundsätze,„ohne Trost, bleich, hülfloS, zuckend und erstarret niederfalle„vor den Ruinen ihrer Güter." — ES verdoppelte daherblos sein Mitlciden, da diese Marie in sinnloser Dankbar-keit vor ihm mit abgerissenen Danksagungen — Ausrufun-gen — Freudengüssen — mit Rockknß, einfältigem Lachenund Niederknieen wechselte.
Als er den andern Morgen ging — zuerst auf St. Lüne— und vor dem Marienkloster vorüberkam, wo einmal dieangenommene Tochter des Jtaliänerö Tostato einen sechstenFinger opfern wollte: so kam Marie aus einer Glicder-Bude*) heraus und hatte zwei wächserne Herzen erhandelt.Viktor brachte durch langes und künstliches Fragen aus ihrheraus: sic wolle das eine, das ihres vorstelle, der h. Marieumhenken, weil ihres ihr nicht mehr so wehe thue und nichtso eingeprcfset sei wie vorige Woche. — Ueber das zweite
*) Um mehre Kapellen (S. Schlötzcrs Briefwechsel Th. in.Heft XVlIl. 45) stehen Waarenlager von wächsernen Glie-dern und Thiercn, die man als Ohren- und Armgehenkefür Heilige kauft, damit die Urbilder genesen.