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lich kam die trübe Nachricht wie Trauergeläute an ViktorsOhr, daß sein ehemaliger Jugendfreund Flamin einen Schritt,zu dem eS ohne das Uebcrwerfen mit ihm nie gekommenwäre, wol mit dem Tode büßen werde. Einige Tage nachden Kaniknlarferien — gerade als vor einem Jahre der armeGefangne sein neues Amt mit so vielen menschenfreundlichenHoffnungen angetreten hatte — zog jenes Gerücht wie einePcstwolke aus den Sessionzimmern heraus. Viktor flüchteteeilig und ungläubig und doch zitternd zum Apotheker, umihm die Widerlegung abzufragen. Dieser schlug vor ihm —eben weil er den HofmedikuS verachtete und beschämen wollte— aufrichtig alle Hof-Rapportzcttel und Cercle- oder Kreis-Berichte auseinander und las ihm daraus so viel vor: eS seinicht anders. Viktor hörte, was er schon vorauösetzte, daßjetzt der Fürst den Laufzaum oder das Stangcngebiß seinereignen Frau umhabe, und daß sie ihm durch Klotildens Ent-fernung näher komme und mit dem Ohr- und Ringfingerden in den Nasenring eingefädelten Zügel bewege, als wäresic in der That nichts geringeres, als seine — Mätresse,welches ein neues trauriges Beispiel ist, wie leicht in denjetzigen Zeiten eine seine Ehefrau sich die Rechte einer Kebs-frau erschleiche. Zeusel fand es natürlich, „daß sie, als die„Freundin des Ministers, der so wie sein Sohn Matthicu„der Freund des Kammerhcrrn gewesen, den Tod des letzter»„an Flamin zu rächen suche, und daß der Minister, um seine„Hand besser in die Griffe der Parzenscheerc zu bringen und„dem Regierrath den Lebensfaden entzwei zu schneiden, sel-ber die fortdauernde Entfernung seines Sohns verhänge und„unterhalte, damit dieser nicht etwan den unglücklichen Lieb-ling decke." — Nicht ein wahres Wort war daran, das