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Er schrie vergeblich, halb in Blut und Qual erstickend:„cs ist unmöglich, mit dem Hofjunkcr von Schleimes meintihr." Aber es war doch so — Flamin war im Gcsängniß— Matthicu außer Landes — Le Bant schon unter der Erde....Fordert aber die Geschichte dieses Mordes jetzo nicht! —Viktor zog langsam die Uhr des glücklichen Zeidlers herausund sah starr den Zeiger froher Stunden an, der schon einigeTage unaufgczogen stockte; in ihm rieth etwas der wildenVerzweiflung an, er sollte ste gegen den steinernen Bodenschleudern und schmettern. Aber drei Lantcn-Hauche derFlöte, mit der der Blinde eine schönere wärmere Vergan-genheit vor die erstarrte Seele zog, löscten sein gerinnendesHerz in ein nasses Auge aus und er hob es überfließendempor und sagte blos: „Vergib mir's, Allgütiger — ach ich„will gern nur weinen!" — Wenn die Schmerzen in unszu reißend werden: so knirscht etwas in uns gegen das Schick-sal und das Herz ballet sich gleichsam zur Wehre ergrimmtzusammen — aber diese Stärke ist Lästerung. O! cS istschöner gegen dich, Allgütiger, mit dem entzweigepreßtcn Her-zen hinzuriuncn und zur Thränc zu werden und so lange zulieben und zu schweige», bis man stirbt!
Die bekannten Flötentöne drangen in Klotildens dickeRegenwolke des Grams — ste zitterte anö Fenster — siesah den Blinden — aber sie ging schnell zurück und hüllteihr Herz tiefer in die kalte Wolke — denn jetzo wußte siealles, der Blinde war der TodcSbote, daß ihr großer Freunddie Erde und die Trostlosen verlassen habe. „Mein Lehrerist auch todt," sagte sie zur Begleiterin; und als Viktor umeine Unterredung bitten ließ: konnte sie nur sprachlos mitdem Kopfe nicken. — Dann bat sie die Pfarrerin, in ein