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damit leichter um den Thron zu schweben und auf den mür-ben Jenner einzuwirken; auch konnte Viktor nach seiner künf-tigen Devalvazivn und nach dem Verlust des Federhuts ambesten in den medizinischen sein tägliches bürgerliches Brodeinsammeln — sah der Lord. Das war Ein Grund, warumdieser jenen für seinen Sohn ausgab. Ein anderer ist: Vik-tor war der Rolle beim Fürsten durch seine Laune, Gewandt-heit, Gefälligkeit u. s. w. am meisten gewachsen, wozu nochdie empfehlende Achnlichkeit trat, die er mit dem fünften bisjetzt noch verlornen Sohne, den Jenner so liebte, in allem,das Alter ausgenommen, besaß. Da nur ein Leibarzt derGünstling seyn sollte: so konnte der Lord keinen von denfürstlichen Söhnen dazu nehmen, weil diese Juristen werdenmußten, um in die künftigen Aemter einzupassen. — Seineneignen Sohn Julius könnt' er nicht brauchen, weil er blindwar — beiläufig! der Lord war auch einmal blind nnd ver-mehret also die Beispiele der von Vater auf Sohn forter-bcnden Blindheit durch seines — aber auch ohne die Blind-heit könnt' er wegen seiner uneigennützigen Delikatesse un-möglich seinen Sohn die Vortheilc der fürstlichen Gunst er-beuten lassen, indeß er die eignen Söhne Jennerö von ihnenentfernte. —
Du guter Mann ohne Hoffnung! wenn ich jetzt deinedichterische Erziehung des Blinden mit deinen kalten Grund-sätzen vergleiche, wenn ich berechne, wie du — abgestorbenden lyrischen Freuden — verhärtet für die Thräncn des En-thusiasmus — gleichwol die mit Augenliedern verhangnedunkle Seele deines Julius von seinem Lehrer füllen lässestmit dichterischen Blumenstücken — mit Thauwolken der Rüh-rung — und mit dem Nebelstern des zweiten Lebens: so
Jean Paul's ausgcw. Werke. VI. g