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6 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : viertes Heftlein
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wegfliehen und, ergriffen von Schauder und Liebe, die Armeum fremde theure Menschen winden. Und der Engel desEndes öffnete die Arme weit und drückte das ganze Men-schengeschlecht in Eine Umarmung zusammen. Da glimmt,duftet, tönt die ganze Au da stocken die Sonnen, aberdie Insel wirbelt sich selber um die Sonnen die zweigespaltnen Ich rinnen in einander ein die liebendenSeelen fallen an einander wie Schneestocken die Flockenwerden zur Wolke die Wolke schmilzt zur dunkelnThräne.

Die große Wonnethräne, auö unö allen gemacht, schwimmtdurchsichtiger und durchsichtiger in der Ewigkeit.

Endlich sagte leise der Engel des Endes: sie sind amsüßesten vergangen an ihren Geliebten.

Und er zerdrückte weinend das Wölkchen der Zeit.

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Jn Emanuels Augen glänzten die Ficberbilder des To-des, mit denen sich jeder Schlaf, sogar der letzte, anfängt.Sein Geist hing wiegend in seinen schlaffen Nerven, vonsanften Lüften angeweht; denn er war schon in jener zer-setzenden Nerven - Entzückung der Ohnmächtigen, der Gebä-renden, der Verbluteten, der Sterbenden. Aber seine aus-geleerte Brust stieg leichter aus, sein ziehender Geist dehnteden Lebensfaden dünner aus.

Viktor würde den Trost der dumpfen Betäubung ge-nossen haben, womit über einander gehäufte Schmerzen unszusammendrücken, wenn er nichk dem armen Blinden jedeMinute diese Schmerzen, d. h. alle Zurüstungen des Todes,hätte sagen müssen. Ach der Blinde besorgte vielleicht, sei-