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„träumen aus — oder ist dieses nur der Vorhof des Him-„mels, weil ich meine Eltern nicht finde" .... Er sah ge-gen die hohen Sterne: „wo steh' ich fetzt unter euch? Neue
„Himmel liegen an neuen Himmeln.-Ach sehnet man
„sich hier denn auch?"
Er seuszete, und wunderte sich, daß er seufzete. Er lehntesich an den perlenden Blumenhügel, gekehrt mit dem Rückengegen die geliebten Schatten, und mit den Augen gegen dasanglimmende Morgenroth, und suchte und träumte — aberendlich deckte die Mvrgenkühle die suchenden, geblendeten,brennenden Augen, die heute bald aus Schreckgestalten, baldin Wonnemeere gefallen waren, mit leisem Schlummer undmit ähnlichen Träumen zu ... . „Ruhe sanft, du müderMensch!" sagte sein Freund; aber der Schläfer erglühte mitdem Horizont und der alte Wahnsinn spielte in ihm weiter ....
Ein Traum und der Morgen legten für ihn ein nochhöheres Elysium an.
Ihm träumte, Gott werde von einem Sonnenthronesteigen und in Gestalt eines unsichtbaren unendlichen Zephyr-Wehens über das Elysium gehen.
Der erste Morgen des Sommers häufte um ihn denBrautschmuck der Erde — er durchzog die Gefilde mit Per-lenbänken von Thau, und warf über die wühlenden Bächedas Zitier- und Glanzgold des herabgcschwommenen Morgcn-roths und legte den Büschen das Armgeschmcide von bren-nenden Tropfen an. — Aber erst als er alle Blumen aus-einander gespalten — alle freudig-zitternde Vögel in denGlanzhimmel gestreuet — in alle Gipfel Singstimmen ge-hüllt — als er den verwelkten Mond unter die Erde versenktund die Sonne wie einen Göttcrthrvn über ausgcblühte
Jean Paul's auSgew. Werke. VI. 5