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„O Julius, (sagte Horton) komm ins Grab, dein Ema-„nuel ist gestorben" ....
Ich mag die grausamen Minuten nicht zählen, die zweiUnglückliche liegen ließen mit dem Stachelgürtel des Jammersan einen Erblaßten gebunden. Aber schönere kamen, die vor-her jedes Wölkchen aus dem Himmel drückten und den an-gelausnen Mond abwischten und dann die heißen Augen öff-neten vor der gereinigten abgekühlten Silbernacht.
„Ach ist er wvl nur ohnmächtig" sagte Viktor sehr spät.Sie richteten sich seufzend auf. Sie zogen müde den Ge-liebten aus dem Grabe. Sic wollten ihn in seine Wohnunghinuntertragen, um da die Sonnenwende dieser schönenSeele wie der Johannissonne wieder zu erzwingen. Mit dendünnen Kräften, die ihnen der Gram noch übrig gelassen,und mit dem wenigen Licht, das noch in zwei nasse Augenkam, rangen sie sich mit dem zerknickten Engel, indeß zweiarbeitende Schatten neben ihnen fürchterlich einen dritten imSchimmer trugen, vom Berge in die Wiesen herunter. Hierging Viktor allein ins Dorf, um vielleicht einen tröstlicher«als einen Leichenwagen zu besorgen. Der Blinde hielt sichan einen Birkenbaum, Emanuel schlief wie die andern Blu-men, und auf ihnen, vor dem Monde . . . Aber Julius hörteplötzlich den Todten reden und ihn durch das Gras streifen;und er rannte, von Entsetzen verfolget, davon ....
— Genius der Träume! der du durch den neblichtenSchlaf der Sterblichen trittst und vor der einsamen in einenLeichnam gesperrten Seele die glücklichen Inseln der Kindheitherauf ziehest, o der du darin unfern verwesten Freundenwieder Wangenblüte gibst und unserm armen wahnsinnigenHerzen vergangne Himmel zeigst und Eden-Wiederschein und