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gen, wenn dessen Sehnen angeschnitten sind. Wenn die Pha-risäer Blei in den Mützen führten, um sich das Bücken zuerleichtern *): so thut das Blei, das man aus die Welt bringtund das im Kopfe liegt, vielleicht noch größere Dienste.Daher ist'S eine schöne Einrichtung, daß aus großen Seelen,denen wie langen Staturen das Bücken sauer fällt, zumGlück (aber zu ihrer Strafe) nichts wird, anstatt daß mit-telmäßige, die sich nichts daraus machen, gedeihen und eineschöne Krone treiben: so sah ich oft beim Brodbacken, daßjeder mäßige Laib im Backofen sich schön erhob und wölbte,der große aber blieb platt und miserabel sitzen. — Wir wä-ren aber bedauernswürdig, wenn eine Tugend, die den Werthdes bürgerlichen Menschen ausmacht, die Tugend, nicht bloswie Kinder zu werden, sondern wie Fötus, die sich im Mut-terlcibe zusammenstülpen, wenn diese nur an dem höchstenOrte gediehe, wie man fast denken sollte, da der Hofmannnach dem Falle auf seinem Landgute schon wieder aufrechtgeht — anstatt daß die Schlange vor dem Falle und unterdem Verführen nicht kroch. — Allein in allen bürgerlichenVerhältnissen sind Erziehanstaltcn zu Krümmlingen vor-handen; überall streckt sich in der Luft bald ein geistlicherbald ein weltlicher Arm mit Händen aus, die uns ordentlicheinkrempen, und noch höher sind die allerlängsten angebracht,die über ganze Völker reichen. Der Gelehrte selber bückt
*) Die Pharisäer thaten cs — wie gewisse Juden, die auchimmer gekrümmt cinhcrzogen und darum Krümmlingehießen — um Gott, der die ganze Erde ausfüllt, ein we-nig Platz zu machen. Altes und neues Judcnthum. 2. B.S. 47.