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6 (1847) Hesperus oder 45 Hundsposttage : viertes Heftlein
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unempfindlichere Gehirn, wenn ich nicht überhaupt glaubte,daß fie wie eine Hamadryadc jedes Nervenästchcn dieserThicrpflanze bewohne und wärme und rege. Der unterbun-dene oder durchschnittene Nerve bringt zwar keine Empfin-dung mehr zu, aber nicht wegen unterbrochenem Zusammen-hang mit der Seele und ihrer Wohn - Gehirnkammcr, son-dern weil ihr der nährende LebenSgcist abgeschnitten ist; denndie Nerven brauchen wie alle feinere Organisazionen so sehrfortdauernden Kost-Zuguß, daß der stockende Herz- undArtcrienschlag in Einer Minute alle ihre Kräfte aufhebt.

Ich gehe weiter und sage um zwei Jrrthümern zuwidersprechen vorher heraus: diese Organe empfindennicht, sondern werden empfunden; zweitens die Organe sindnicht die Bedingung aller Empfindung überhaupt, sondernnur einer gewissen.

Daö letzte zuerst: da das Organ (d. h. seine Verände-rung), das so gut ein Körper ist als irgend ein grober Ge-genstand, dessen seine jenes an die Seele legt, dennoch vondem geistigen Wesen unmittelbar und ohne ein zweitesOrgan empfunden wird: so müssen alle körperliche Wesendem geistigen so gut Empfindungen geben als die Nerven,und eine unverkörperte Seele ist nur darum nicht möglich,weil fie im Falle des abgelöseten Körpers alsdann das ganzematerielle Universum als einen plumper« trüge.

Meine erste Behauptung war: man sollte nicht sagen,empfindende Organisazion, sondern empfundene. DieNerven empfinden nicht den Gegenstand, sondern verändernnur den Ort, wo er empfunden wird, und ihre Veränderun-gen und die des Gehirns find nur Gegenstände des