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m verbrecherischer Trägheit hin, nnd gab dem Aberglauben reicheNahrung; niemals wird er sich van dieser dreifachen Beschuldigungreinigen können.
WaS! die Mönchsorden sollten der Gesellschaftkeine Dienste geleistet haben! Voltaire sogar sah ein, das; derMönchstand die Quelle unermeßlicher Wohllhaten war:
„Lange Zeit war cs ein köstliches Labsal für das Menschen-geschlecht, daß cs solche Zufluchtsstätten gab, die allen denen offenstanden, welche vor den Unterdrückungen der Herrschaft der Gothenund Vandalen fliehen wollten. Fast Jeder, der nicht Herr irgendeines Schlosses war, galt als Sklave; in den freundlichen Räumender Klöster aber entfloh inan den Schrecken der Tyrannei und desKrieges. Zwar erlaubten die Fendal-Gesctze des Abendlandes nicht,einen Sklaven ohne die Erlanbniß seines Herrn in ein Kloster auf-znnchmen; allein die Klöster wußten den: Gesetze auszuweichen.Die wenigen Reste der Wissenschaft, welche vom Altcrthnme nochübrig geblieben waren, wurden in den Klöstern weiter angebant;die Benediktiner schrieben Bücher ab. Nach und nach kamen ansden Klöstern mehrere nützliche Erfindungen. Ucbrigcns bebautendiese Mönche das Land, sangen das Lob Gottes, lebten nüchtern,waren gastfreundlich und ihre Beispiele konnten zur Milderung derRohheit jener barbarischen Zeiten dienen. Bald nachher beklagteman sich, daß der Reichthnm das verderbe, was Tugend nnd Armuthhervorgerufen hatten: cs waren Reformen nöthig geworden. JedesJahrhundert brachte in jedem Lande einige durch das Beispiel desheiligen Benediktus begeisterte Männer hervor, welche Alle Stiftervon neuen Congregationcn werden wollten." '
Und an einem anderen Orte: „Man kann ferner nichtin Abrede stellen, daß eS in den Klöstern sehr großeTugenden gab, und noch gibt eS kein Kloster, dasnicht bewunderungswürdige Seelen in sich schlösse,welche der menschlichen Natur Ehre machen. Nur allzuviele Schrift-steller gefallen sich darin, wenn sie die Unordnungen und dieLaster anfspüren können, mit denen hie und da diese Zufluchtsstätten
* kssrii sur les jUwui's. !l, 235 f. Oonvros coinplvlos dv VolMire. Dokimprimoriv de M littvraii-e-tz'iioAl-nidiiciuo. 1784. Bd. 18. S. 235.