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„Geh jetzt ruhig mit, Georg; wir wollen versuchen, Dir dochnoch zu helfen."
Der'Tyrann bemerkte das Geflüster und errietst den Inhalt, ob-gleich er die Worte nicht hören konnte; er stärkte steh dadurch inner-lich in dem Vorsatze, seine Gewalt über sein Opfer geltend zu machen.
Georg wurde mitgenommen und auf der Farm zu den niedrig-sten Arbeiten verwendet.
Jedes unehrerbictigc Wort hatte er zu unterdrücken vermocht,doch die Flammenblickc, das Stirnrunzcln, waren eine zu natürlicheSprache, unzweifelhafte Zeichen, welche darthaten, daß ein Menschnicht zur Sache gemacht werden kann.
Während der glücklichen Zeit seiner Beschäftigung in der Fac-torci hatte Georg seine Frau kennen gelernt und gehcirathet. Wäh-rend dieser Zeit hatte er volle Freiheit zu geben und zu kommen, dasein Arbeitshcrr ihm unbedingtes Vertrauen schenkte. Die Hcirathhatte die ganze Billigung der Mrs. Shelby, welche sich mit der weib-lichen Lust an Ehcstiftung zufrieden fühlte, ihren hübschen Günstlingmit einem Manne ihres eigenen Standes zu verhcirathen, der in jederHinsicht für sic zu Passen schien. Sic wurden daher in dem großen Wohn-zimmer von Elisens Gebieterin getraut und Mrs. shelby selbstschmückte das schöne Haar der Braut mit einem Kranze von Orange-blüthcn, und befestigte daran den Brautschleier, der nicht leicht einschöneres Haupt hätte schmücken können. Es fehlte auch nicht anweißen Handschuhen, an Kuchen und Weinen, und bewunderndenGästen, welche die Schönheit der Braut und die Güte und Freigebig-keit ihrer Gebieterin priesen. Ein oder zwei Jahre lang sah Eliseihren Mann oft, und nichts trübte ihr Glück, als der Verlust ihrerzwei ersten Kinder, die sie innig liebte und mit einem solchen Kummerbetrauerte, daß ihre Gebieterin ihr mütterliche Vorwürfe machte, ihreleidenschaftlichen Gefühle in die Schranken der Vernunft und derReligion zu bannen.
Nach der Geburt des kleinen Harry war sie indeß allmäligruhiger geworden, und jeder blutende und schmerzende Nerv schien,aufs Neue mit dem jungen Leben verwachsend, gesund und kräftig zuwerden. So war Elise ein glückliches Weib, als ihr Mann aus derFactorei sortgenommen und unter die eiserne Zuchtruthe ihres Herr»gestellt wurde.