Atticuö.
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nerschast in die lebhafteste Bewegung, in welcher Thränenden Schmerz der Sehnsucht nach ihm verkündigten, die nuneintreten würde.
5. Atticus hatte einen Oheim von mütterlicher Seite,den Römischen Ritter Quintus Cäcilins, der ein Freund desLucius Lucullus und ein Reicher von der wunderlichsten Ge-müthsart war. Der unfreundlichen Laune dieses Mannessetzte er ein so achtungsvolles Benehmen entgegen, daß er,während sonst Niemand cs mit ihm auszuhalten vermochte,ohne Mißhelligkcit bis in das hohe Alter desselben sein Wohl-wollen sich erhielt. Dafür erntete er auch den Lohn eines soedeln Benehmens gegen seinen Verwandten ein. Cäciliusnämlich setzte ihn bei seinem Tod in die Rechte eines Soh-nes und zum Erben von drei Vicrtheilen seines Vermögens»in, eine Erbschaft, durch welche er ungefähr zehn MillionenSesterze*) erhielt. Eine Schwester des Atticus war anQuintus Tullius Cicero verheirathet, eine Verbindung, derenUrheber Marcus Cicero gewesen war, mit welchem er seitihrer Schulfreundschaft in den engsten Verhältnissen, ja nochvertrauter stand, als mit Quintus, ein Beweis, daß in derFreundschaft Charakterähnlichkeit mehr Werth hat, alSVerwandtschaft. In sehr enger Verbindung stand er anSmit Quintus Hortenstus, der damals den ersten Rang alsRedner einnahm, so daß man nicht entscheiden konnte, Werihn mehr schätzte, ob Cicero oder Hortenstus, und es warsein Werk — ein sehr schweres — daß zwischen diesen beidenMännern, die um einen so hohen Ruhm mit einander rangen,
*) Nicht ganz eine Million Gulden.