XV.
E p a m i n o n d a s.
j. Lpaminondas war Polymnis Sohn von Theben. Eheich von diesem Manne spreche, glaube ich, meine Leser er-innern z» müssen, daß sie nicht fremde Sitten nach den ih-rigen beurtheilen und glauben, daß, Was bei ihnen unbedeu-tend ist, auch bei Andern so gewesen sey. Sv wissen wir,daß die Musik nach unser» sRömischen^ Sitten sich für dieWürde eines Vornehmen nicht schickt, das Tanzen aber so-gar unter die Fehler gerechnet wird.
Dieß Alles sind Talente, die bei Len Griechen für an-genehm und lobenswürdig gelten. Da ich aber ein Gemäldevon dem Charakter und Leben des Epaminondas geben will,so glaube ich Nichts übergehen zu dürfen, was dazu dienenkaun, es recht klar darzustelien. Ich werde daher zuerst vonseiner Herkunft sprechen; hierauf von den Wissenschaften, inwelchen er unterrichtet wurde und von seinen Lehrern darin:dann von seinem Charakter, seinen Geistesfähigkeiten und Was