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Cornelius NepoS.
XVIIl.
Timoleon.
t. Timoleon von Korinth war nach dem allgemeinenUrtheil entschieden ein großer Mann. Ihm gelang, wasvielleicht sonst Keinem gelungen ist, nicht nur seine von einemTyrannen unterdrückte Vaterstadt zu befreien, sondern auchaus Syrakus, dem er zu Hülfe geschickt worden war, eineschon tief eingewurzelte Tyrannei zu verdrängen und ganzSicilirn, das Jahre lang durch Krieg heimgesucht und vonfremden Völkern unterdrückt war, durchseine Ankunft seinenvorigen Zustand wieder zu geben. Dabei aber hatte er mitwechselndem Geschicke zu ringen, und er bewies, was manals schwerer betrachtet, eine viel weisere Haltung im Glück,alS im Unglück. Sein Bruder Timophanes, der von denKorinthern zum Felbherrn gewählt morden war, hatte mitHülfe der geworbenen Truppen die Alleinherrschaft an sichgerissen. Timoleon stand cs frei, an der Regierung Antheilzu nehmen. Aber er war so weit entfernt, dieses Verbrechentheilcn zu wollen, daß er die Freiheit seiner Mitbürgerhöher achtete, als das Leben seines Bruders, und es fürbesser hielt, den Geseyen zu gehorchen, als über sein Va-terland zu herrschen. Von solchen Gesinnungen bewogen, ließer durch einen Opferpriester und durch einen sihm und seinemBruderJ gemeinschaftliche» Verwandten, der mit ihrer bei-derseitigen Schwester verhcirathet war, seinen Bruder er-