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zweiten Nachtwache vermindern, in der dritten ganz'kleinmachen, und so durch Nachahmung dessen, was bei Lager»gewöhnlich geschieht, die Feinde auf die Vermuthnng bringen,daß hier sich ei» Lager befinde, und daß eine Nachricht vonihrem Heranrücken ihnen schon voraugegangen wäre. DaSNämliche sollten sie in der folgenden Nacht wiederholen. DerAuftrag wurde von den Leuten, die ihn erhalten hatten,pünktlich ansgesührt. Antigouns erblickt bei Einbruch derFiusterniß die Feuer, glaubt, daß man von seinem Heran-rücken Kenntniß erhalten und die Feinde ihre Streitkräftehier zusammengezogen haben. Er ändert seinen Plan und,weil es unmöglich wäre, die Feinde zu überraschen, so gibter seinem Marsch eine andere Wendung, schlägt die längereKrümmung des mit Bedarf reich versehenen Weges eiu, undmacht dort einen Tag Halt, um die Müdigkeit seiner Sol-daten zu vertreiben, seine Pferde zu erfrischen und so einncn gestärktes Heer zur entscheidenden Schlacht zu haben.
10. Enmenes hatte hier zwar einen schlauen Feldherrnüberlistet und seiner Schnelligkeit ein Hinderniß in den Weggelegt, aber dabei nicht viel gewonnen. Siegreich in derSchlacht, wurde er durch den Neid der Anführer, dis umihn waren, und durch die Treulosigkeit der MacedonischenVeteranen dem Antigonus ausgeliefert, ungeachtet das Heer ihmzu drei verschiedenen Malen vorher geschworen hatte, daß csihn schützen und niemals verlassen wolle. Aber die Scheel-sucht über sein Verdienst ging bei Einigen so weit, daß sielieber Ehre und Treue anfgeben, als ihn nicht aufopfernwollten. So sehr iudeß Antigonus sein Feind war, so würdeer ihn dennoch erhalten haben, hätten ihm seine Leute Dieß