Druckschrift 
2 (1842)
Entstehung
Seite
148
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148 Cornelius Nepos.

gestürzt hatte. Nach Dionysius Entfernung führte er Kriegmit Hicetas, einem ehemaligen Gegner des Dionysius, wel-cher dadurch, daß er nach Dionysius Vertreibung die Herr-schaft nicht aus den Händen geben wollte, bewies, daß nichtHaß gegen Alleinherrschaft, sondern leidenschaftliche Wünschenach ihr ihn bewogen hatten, die Gegenpartei zu nehmen.Nachdem Dieser überwunden war, schlug Timvlevn ein sehrbedeutendes Carthagisches Heer am Flusse Criniffus, undzwar so, daß sie noch froh seyn mußten, Afrika zu behalten,nachdem sie schon mehrere Jahre im Besitze von Sicilien ge- >wesen waren. Auch nahm er den kriegerischen nnd mächti-gen Italischen Heerführer Mamercus, der zur Unterstützungder Tyrannen nach Sicilien gekommen war, gefangen.

5. Da Timoleon, nachdem ihm dieß Alles gelungen,nicht nur das offene Land, sondern auch die Städte durchdie lange Dauer des Krieges verödet sah, so ließ er, so vielmöglich, zuerst Sicilianer zusammensnchen, dann auch vonKorinth Kolonisten kommen, weil von Anfang schon Syrakusvon solchen erbaut worden war. Den alten Bürgern gab erihr Eigcnthum zurück, an die neuen verthcilte er die her-renlos gewordenen Besitzungen; die zerstörten Mauern derStadt und die verödeten Tempel ließ er wieder Herstellen,gab den Städten ihre Gesetze und ihre Freiheit zurück, undverschaffte nach einem so großen Kriege der ganzen Insel einenso ruhigen Zustand, daß er der Gründer dieser Städtezu sevn schien, nicht Diejenigen, welche anfangs An-baner dahin geführt batten. Die Burg von Syrakus, welcheDionysius hatte befestigen lassen, um immer Herr der Stadtzu bleiben, ließ er von Grund aus zerstören, ließ auch die