Timoleon.
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morden. Er selbst legte nicht mir keine Hand dabei an, son-dern wollte nicht einmal seines Bruders Blnt ansehen. Wäh-rend die That verübt wurde, hielt er sich ans einem entferntenBesatznngspunkte ans, damit keiner der Trabanten zu Hülfekommen könnte. Diese so herrliche Handlung fand übrigensnicht überall gleiche Billigung. Einige sahen sie als Ver-letzung der Bruderpflicht an und suchten aus Neid den Ruhmdes Verdienstes derselben zu verkleinern. Seine Mutterließ ihren Sohn nach dieser That nicht mehr zu sich in'sHans, und sah ihn nie an, ohne ihn mit Verwünschungeneinen Brudermörder und Ruchlosen zu nennen. Diese Er-fahrungen machten einen so tiefen Eindruck ans ihn, daß ereinigemal sich das Leben nehmen und durch den Tod demAnblicke der undankbaren Menschen entgehen wollte.
2. Inzwischen war Dion zu Syrakus ermordet undDionysius wieder Herr zu Syrakus geworden. Die GegnerDesselben begehrten Hülfe von Korinth, und baten sich einenFeldherrn zu Führung des Krieges aus. Timoleon wurdedahin geschickt und verjagte mit unglaublichem Glücke den Dio-nysius aus ganz Sicilien. Er hätte ihn sogar tödten können,wenn er gewollt hätte: statt dessen sorgte er dafür, daß ersicher nach Korinth gebracht wurde. Die Korinther warenoft durch die Macht der beiden Dionysius unterstützt worden.Für diese Gefälligkeit wollte Timoleon auch einen Beweisvon Dankbarkeit aufstellen; er achtete denjenigen Sieg fürglänzend, welcher mehr von Milde als Grausamkeit beglei-tet wäre; überhaupt aber sollte man eS nicht nur mit demOhre vernehmen, sondern mit Augen sehen, welche» Fürstenund von welchem Thron und zu welchem Loos er ihn herab-