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gerade abwesend in Italien und wartete daselbst auf seineFlotte, in der Meinung, daß wohl keiner seiner Gegner ohnebedeutende Macht sich ihm nähern würde. Allein hierintäuschte er sich. Dion wußte den eigenen Untergebenen sei-nes Gegners den Stolz auf Fürstenmacht zu benehmen, undwurde dadurch Herr deS ganzen Theils von Sicilien, derDionysius unterworfen war, so wie der Stadt Syrakns mitAusnahme der Festung und der Insel, die mit der Stadtzusammenhängt, und brachte es dahin, daß der Tyrann sichzum Frieden unter folgenden Bedingungen verstand: Dionsollte Sicilien, Dionysius Italien und Apollokrates*), aufwelchen der Letztere das größte Zutrauen setzte, Syrakus er-halten.
6. Dieses auffallende und unerwartete Glück nahm übri-gens schnell eine andere Wendung. Das Glück zeigte seineVeränderlichkeit auch au diesem Manne dadurch, daß es ihn,den es kurz vorher erhoben hatte, wieder zu demüthigen be-gann. Sein Sohn, von dem ich oben gesprochen habe, warder Erste, an welchem es seine Macht bewies. Kann, hatte derVater seine Gattin, die einem andern Manne gegeben wordenwar, wieder zurückgebracht mit dem Wunsche, nun auch seinenSohn von seiner üppigen Versunkenheit wieder zur Tugendzurückzurufen, so schlug ihm der Tod dieses Sohnes dietiefste Wunde. Bald hernach entstanden Mißhelligkeiten zwi-schen ihm und Heraklides, der eine Partei gegen Dion bil-
Der ältere Sohn des Dionysius, bem Dieser, bei seinerFlucht nach Italien, die Burg von Syrakus übergebenhatte.