Druckschrift 
2 (1842)
Entstehung
Seite
139
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Dion.

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Nachgiebigkeit gegen seine Wünsche in die schändlichsten Aus-schweifungen versank. Noch ehe der Jüngling mannbar war,wurden il»n feile Dirnen zngeführt; Wein und Schmausmußten ihn betäuben, und keine Zeit ihm zur Nüchternheitgelassen werden. Das Gefühl seiner tiefen Versunkenheitüberwältigte diesen Jüngling endlich. Man hatte ihm bisherAufseher in der Absicht bcigegeben, um ihn von seiner frü-heren Lebensart abzubringen. Als aber sein Vater in seinVaterland zurückkam, nahm er sich durch einen Sturz vonder obersten Zinne des Hauses selbst das Leben. Doch ichgehe wieder auf die frühere Geschichte zurück.

5. Als Dion in Korinth ankam, fing er in Verbin-dung mit dem gewesenen Befehlshaber der Reiterei, Hera-klides, der, gleichfalls von Dionysius verjagt, sich ebendaselbsttilifand, an, alle Anstalten zu einem Kriege zu treffen. Al-lein ihre Rüstungen hatten keinen glücklichen Fortgang. EineRegierung, die schon so viele Jahre gedauert hatte, schien sehrmächtig zu seyu, und daher ließen sich nur Wenige für diesegefahrvolle Unternehmung gewinnen. Doch Dion verließ sichmehr auf den Haß gegen den Tyrannen, als auf seine Streit-kräfte, und ging mit zwei Lastschiffen, vom größten Muthebeseelt, unter Segel, um eine Regierung anzugreifen, diefünfzig Jahre gedauert hatte, und durch fünfhundert Kriegs-schiffe, zehntausend Mann Reiterei und hunderttausendMann Fußvolk bewacht wird. Zum Erstaune» aller Völ-ker stürzte er diese Regierung mit so leichter Mühe, daßer drei Tage nach seiner Landung an Siciliens Küste in Sy-rakus einzvg. Ein Beispiel, daß kein Thron sicher ist, dernicht durch Zuneigung beschützt wird. DionyssuS befand sich