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Theil 4 (1851)
Entstehung
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Ein in, dreißigster Gesang.

6 .

O unheilbare Wunde, die im Herze»

Des Liebenden sich oft sd schnell erzeugt

Durch falschen wie durch wahren Argwohns Schmerzen!

Du, die so tief den Menschen niederbengt,

Daß Sinnen und Bernnnft sich dunkel», schwärzen,

Bis nichts in ihm vom vor'gen Wesen zeugt.

O Eifersucht, Scheusal, des Trugs beflissen,

Das Bradamanten jeden Trost entrissen!

7 .

Ich rede nicht von jenen bitter» Plagen,

Die Nichardett, Hippalka ihr erweckt;

Durch eine Botschaft ward nach wenig TagenIhr Herz weit heft'ger, schlimmer noch erschreckt.Gar nichts will Jenes gegen Dieses sagen,

Doch etwas später erst wird's euch entdeckt;

Denn von Rinald muß ich zuvor euch melden,

Der nach der Hauptstadt eilt mit ElermontS Helden.

8 .

Sic trafen einen Ritter, dem zur SeiteEin Fräulein zog, am zweiten Abend an.

Schwarz war Gewand und Schild, doch nach der BreiteDurchschnitt ein weißer Streif den schwarzen Plan.

Er fordert Richardctten auf zum Streite,

Denn dieser, kecken AnsehnS, ritt voranUnd lenkt, bereit der Fordrung zu entsprechen,

De» Zügel um und nimmt sich Raum zum Stechen.