Druckschrift 
Theil 4 (1851)
Entstehung
Seite
3
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Neunundzwanzigster Gesang.

S.

Noch wüt'ger nun, legt er nach Zangen-WeiseDie Finger klemmend nm die Gurgel her,

Schwenkt ein- und zweimal ihn herum im KreiseUnd schleudert durch die Lust ihn nach dem Meer.Ich sag' und weiß nicht, wie's erging dem Greise,Den» mancherlei Gerüchte ziehn umher.

Es heißt, er sey zerschellt an einem Steine,

Und nicht z» unterscheiden Kopf Vom Beine.

7 .

Dann heißt'S, nachdem er bis in's Meer geflogen,Das wohl zwei Stunden sich von dort befand,

Starb er nach vielem Beten in den Wogen,

Weil er da« Schwimmen leider nicht verstand.

Auch heißt'«, ein Heil'ger sey herangezogen,

Der sichtbar ihn geleitet an de» Strand.

Sey Jene« nun, sey Dies für. wahr zu halten,

Nicht mehr erwähnet mein Bericht des Alten.

8 .

Als Nodomont so grausam und verwegenVom plauderhaften Klausner sich befreit,

Eilt er der tiefbctrübten Frau entgegen,

Doch im Gesicht mit wen'ger Grimmigkeit,

Und sagt ihr nun, wie die Verliebten pflegen.

Sie sey sein Leben, seine Seligkeit,

Sein Herz, sein Trost, sein allertheu'rstes Hoffen,Und was »och sonst beisammen wird getroffen.

I'