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Theil 4 (1851)
Entstehung
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4
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QL.,

Nennundzwanzigster Gesang.

9 .

Damit er ihr auf's beste werd' empfohlen,

Erlaubt er steh kein Zeichen Von Gewalt.

Der holde Reiz, der ihm sein Herz gestohlen,

Dämpft und erstickt den alten Stolz gar bald;

Und könnt' er gleich die Frucht heraus sich holen,Doch macht er jetzt »och bei der Schaale Halt.

Denn wenig, glaubt er, kann der Kern ihm frommen,Wenn er ihn nicht von ihr geschenkt bekommen.

10 .

So hofft er ihr allmählich zu gefallenlind Isabellen seiner Lust zu weihn.

Doch sie, gleich einer Maus i» Katzenkrallen,

An diesem öden Ort mit ihm allein,

Sie möchte lieber gleich in'S Feuer fallenUnd überlegt in stillen Grübelei'»,

Ob ihr kein Weg, kein Mittel übrig bleibe,

Ihm zu entgehn mit nnbestecktem Leibe.

11 .

Sie ist in ihrer Seele fest entschlossen,

Daß sie den Tod sich gicbt mit eigner Hand,

Bevor der Heide seine Lust genossenlind sie verlockt zu schnödem UnbestandAn jenem, der, von ihrem Arm umschloffen,

Durch des Geschickes Zorn sei» Ende fand,

Dem sie gelobt, mit heiligen Gedanken,

Die Keuschheit zu bewahren sonder Wanken.