188
Siebenter Gesang.
Doch flöh' zur Erd er, zu des Meeres Mitten,
Ich jage ihn, bis daß ich ihn ereilt! —
Du lügst! — versetzt der Andre — sagst Du, solch' einHvchsttapfrer steckt sein Schwert vor dir, du Strolch, ein.
ss.
Der Heide ruft voll Zorn: Nimm Raum zum Rennen,Statt jenes Fehlenden nehm' ich dich an,
Zahl des Verweg'nen Schuld, und laß erkennen.
Daß, trotz der Tollheit, Du mir stehst als Mann,
Und zu dem Stechen sprengt mit kräst'gen SennenDas Paar, nach ihren Helmen zielend, an:
Der edle Raimund trifft, Argant verdankteEs seiner Kraft, daß er im Sitz nicht wankte.
Der grimme Heide, der umsonst durchrannte,
— Ein seltner Fall für ihn — das Kampfgefild,Da von dem Christen seine Lanze wandte.
Der Himmelsbootc mit dem Demantschild,
Biß sich die Lippen, brach, der Wuthentbrannte,Den Speer am Boden ab und fluchte wild.
Zog dann mit großem Ungestüm den Degen,
Und flog dem Feind zum zweiten Gang entgegen.
Der mächt'ge Renner selbst begehrt zu streiten.
Und kommt, dem Widder gleich, den Kopf gesenkt,Raimund weicht rechts und trifft mit raschbereitenSchwerthieb des Feindes Haupt, indem er schwenkt.Aegyptens Ritter eilt, zurückzureite».
Und Raimund, welcher wieder rechtsab lenkt.
Trifft abermals den Helm, doch keine SchalteVon seinen Streichen zeigt der demantharte.