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junger Mädchen. Uebcrdieß leisten diese Damen wesentliche Dienstefür Unterricht und Erziehung in dem königl. Erziehungshaus derStraße Barbette der Töchter der Mitglieder der Ehrenlegion, einerHilfsanstalt des großen Erziehungshauses vou St. Denis.
Im Jahre 1810 wurde unter der Benennung Damen desguten Beistandes zu Aurignae, in der Diöcese Toulouse, eineschätzcnswerthe Genossenschaft für die Zwecke christlicher Erziehungarmer Kinder und Verpflegung armer Kranken, überhaupt für Hebungaller Werke der christlichen Liebe und Barmherzigkeit gegründet. ImJahre 1814 zählte dieser Verein erst 9 Mitglieder, nämlich 5 Damenund 4 Schwestern, deren erste Generalsuperiorin die verwitweteBaron essin von Beug ne war; ihr Stifter aber war der AbbeDesenti s, der das Amt eines Almoseniers der Genossenschaft ver-waltete. Der Erzbischof von Toulouse bestätigte auf seinen Visitations-reisen diese Gesellschaft und stellte sie unter den Schutz des heiligenMncenz von Paul, dessen Liebe sie nachahmcn will und dem sieeine Kapelle widmete. Sie ließ ihre Statuten drucken und wirktedurch deren sorgfältige Beobachtung bald viel Gutes zu Aurignac.
Besonders zu Toulouse vervielfältigten sich die Anstaltenchristlicher Liebe und Frömmigkeit auf eine dem Geiste der BewohnerEhre machende Weise. So entstand daselbst die Kongregationder Damen des Mitleidens der heiligen Jungfraufür den Unterricht, für Verpflegung Verwundeter und Unterstützungder Armen. Unter der Oberaufsicht mehrerer Geistlichen, welche die-selbe gründeten und fortwährend unterhalten, eröffnete sie ein Pen-sionat, mehrere Freischulen und vertheilt wöchentlich bedeutendeAlmosen an die Unglücklichen.
Eine Schülerin des Abbo de l'Epäe, Fräulein Bluin,stiftete vor ungefähr sechzig Jahren eine Anstalt für Taubstumme.Dasselbe Fräulein hatte, ihre Schule leitend, die verhängnißvollstenZeiten durchlebt, und erst im Jahre 1818 gelang es ihr, zur Auf-rechthaltung und Leitung ihres begonnenen Werkes eine Kongregationvon frommen Mädchen zu gründen. Dieselbe wurde kirchlich bestä-tigt und ihre Mitglieder tragen unter Anrufung U. L. F. vou densieben Schmerzen den Namen: „Schwestern für die Taub-stummen." Seit 1814 ist die Einrichtung getroffen, daß die