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1. Das größte Gebäude wird von den Wahnsinnigen bewohnt.Dasselbe ist ohne inncrn Zusammenhang in zwei Abthcilungen fürdie Männer und für die Frauen eingerichtet. Diese Unglücklichensind nach ihren verschiedenen KrankhcitSstufcn und Arten klassifieirt.Einige haben ein eigenes Häuschen mit einem Gärtchen, Andereein vollständig eingerichtetes Zimmer. Tie Krankenwärtcrinen ver-lassen sie niemals, und stets sind sie im Gennsse physischer undmoralischer Pflege, auch sucht man sie auf jede Weise zu zerstreuen,zu erheitern, zu erfreuen, mit einem Worte, die Behandlung dieserUnglücklichen zeugt ebensosehr von der tiefen Einsicht und Klugheitals Sanftmut!) und Liebe dieser Schwestern; auch haben sie vieleKranken glücklich geheilt. Im Jahre 1823 befanden sich darin 70wahnsinnige Männer und 100 wahnsinnige Frauen.
2. Sodann befindet sich im Hause eine Art von Dispensato-rium, wo Kranke und Verwundete ausgenommen werden und dieerste nöthige Pflege erhalten. Dazu sind beständig zwei Schwesternanwesend, während zwei andere die Armen der Stadt besuchen, ihnenFleischbrühe, Arzneien und andere Dinge des dringenden Bedürf-nisses bringen.
3. Die dritte Anstalt ist,sür die Taubstummen bestimmt, undvon 50—60 daselbst befindlichen Zöglingen werden stets 20 unent-gcldlich ausgenommen. Die Mehrzahl der Taubstummen bildet sichfür Handwerke und viele derselben bleiben als Handwerker Zeit ihresLebens im HauS.
4. Die Töchter des guten Heilandes haben endlich ein fürjunge Frauenzimmer vortrefflich eingerichtetes Pensionat; dazu eineuncntgcldliche Schule für mehr als hundert Mädchen ihres Viertels,endlich eigene, von einander getrennte Wohnungen für Damen,welche als Kostgängcrinen hier leben wollen.
Das Haupthaus ist zu Eacn, mit ungefähr 150 Schwestern.Zwei Filialanstaltcn zählen gegen 50 Mitglieder. '
' Vgl. P. Karl v. heil. AlohS ,c. S. 549 f.