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2 (1845)
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worden war. Als er seine Studienlaufbahn vollendet hatte, ent-schied er sich in seiner Berufswahl für den geistlichen Stand undsofort für die aufblühende Congrcgativn deS Oratoriums. Berullenahm ihn im Jahre 1023 in das HauS von Saint-Honorü zuParis auf; und im Jahre 1025 erhielt er alle priesterlichen Weihen.

Der erste merkwürdige Akt seines Lebens ist ein Akt der Liebe.Nachdem er nämlich erfahren hatte, daß die Pest seine Diöcese ent-völkere, bat er sogleich um die Erlaubnis;, die von der ansteckendenKrankheit befallenen Landlcutc unterstützen zu dürfen. Das Nebelhatte auch die Stadt Argentou bereits ergriffen; er vermochte dieEinwohner, sich unter den besonder;: Schutz der heiligsten Jungfrauzu begeben und die Geißel Gottes verschwand nach diesem Ge-lübde. Zu Caen aber sah man cs, wie er mit Gefahr seineseigenen Lebens sich den; Dienste der Kranken widmete und allemöglichen Werke der Barmherzigkeit übte. Da aber die Krankheitauch seine Mitbrüdcr befallen hatte, kam er zurück und weihte ihnenall' seine Sorgfalt; zwar erkrankte er selbst, allein die Vorsehungbewahrte ihn zu andern nicht weniger verdienstlichen Hebungen.

Damals nämlich begannen die Missionen unter der Geistlichkeit,und Pater Eudes, der die Wichtigkeit derselben wohl einsah, widmetesich ihnen von; Jahre 1032 an. Er durchwanderte die TiöecsenCoutances, Bayeur, Saint-Malo, Lisicur und Svez, führte vieleProtestanten zum LebcnSgnell der katholischen Kirche zurück, undärntete im Laufe von sechs Jahren allenthalben reichliche Früchte.Im Jahre 1039 zum Superior des Oratoriums von Caeu ernannt,setzte er sein Katcchisiren mit glücklichem Erfolge fort. Zu Gunstendes Hospitals zu Caen, welches man aus Mangel an einem Fondsnicht kaufen konnte, sprach er mit einem solchen Nachdrucke, daßbald eine größere Summe, als die erforderliche, zusammcngcschossenwurde. Eudes war auf einer Mission zu Saint-Lo begriffen, alsihn der Cardinal Richelieu unvcrmuthet nach Paris rief, uni sichmit ihm über die Errichtung eines Seminars zu bereitsten.

Die Nothwcndigkcit solcher frommen Asyle zur Wiederbelebungdes priesterlichen Geistes leuchtete jenem großen Manne wohl ein unddie Ansichten deS P. Eudes waren ihm daher um so nützlicher, alsdieser sich zur Leitung von Scminarien berufen fühlte. Der Cardinal

Gisch, der Mönchsorden. II. 1Z