Druckschrift 
2 (1845)
Entstehung
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264
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die königliche Huld, da sie ihnen ihr altes Lokal zu St. Lazarus,welches schon längst zu etwas Anderem verwendet worden war,nicht znrückgebcn konnte, ihnen zu Paris in der Straße von SewreSein Haus geschenkt hatte, wohin nun das Scminarinm unter denAugen dcS Hauptes der Kongregation verlegt wurde. In demselbenwurden die Zöglinge kostenfrei verpflegt. Die Einen beschäftigtensich damit, in den Seminaricn glaubenövolle und tüchtige Priesterhcranzubildcn; die Andern brachten den armen Landbewohnern dieTröstungen der Religion, wieder Andere hielten den wankendenGlauben der Christen aufrecht, welche unter muhamedanischcr Herr-schaft zu Eonstantinopcl und in andern Stapelplatzen der Levantelebten; Andere endlich behaupteten und vermehrten durch gewisse freieoder mechanische Künste, wie Astronomie, Malerei, Nhrcnmachereidie Fortschritte der Religion in China.

Solche Vorthcilc, welche die Congregation gewährte, sind gewißan Zahl und Werth fast unberechenbar. Allein die Congregationwar noch nicht auf ihren alten Fuß gestellt. Nach dem Tode ihresletzten Gcncralsnpcriors, dcö Herrn Capla de la Garde (1804),an dessen Stelle im Drange der Verhältnisse kein Nachfolger gesetztworden war, hatte der Papst zwei Gcneralvicarien ernannt, einenfür Frankreich und den andern für die fremden Länder; da aber dieVerhältnisse sich günstiger gestaltet hatten, wünschten die Glieder,wieder wie ehedem, unter einem Haupte vereinigt zu werden. Dajedoch die Zusammenberufung eines Generalkapitclö zur Ernennungeines Superiors unmöglich war, so wendete man sich nach Rom,mit der Bitte, der Papst möchte dafür Sorge tragen. Der heiligeVater ließ Frankreich das Privilegium (das dieses Land stets ge-nossen hatte), für die Wahl eines Gencralsuperiors zu sorgen. EinBreve vom 16. Januar 1827, in welchem der Papst anerkennt, daßdieser Gcncralsupcrior von jeher ein Franzose war, (obwohl dieseGewohnheit kein ausschließliches Recht begründet) und daß zu glei-cher Zeit ein Superior der barmherzigen Schwestern nöthig sei, ernanntezur Bekleidung dieses Amtes Pierre Dewailly (1829), welchen derWunsch der Lazaristen, der in Rom bekannt gemacht worden war,dazu berufen hatte.

Was den jetzigen Stand der Lazaristen anlangt, so ist ihr