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2 (1845)
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117
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Heinrich HI. ermordert wurde, und worin er diesen Mord zu billigenschien, hotte seine Verurthcilnng zum Henkerstode zur Folge. Unddennoch, sagt der Graf von Ehiverni, ' behauptete Guignard, „daßer stets für seine Majestät gebetet habe." Auf der Nichtstätte ange-komincn,' betheuerte er seine Unschuld, und unterließ nicht, das Volkznm Gehorsam gegen den König und zur Achtung der Obrigkeitzu ermahnen; ja er betete sogar laut für Seine Majestät, daß Gottihn durch die Kraft seines heiligen Geistes erleuchten wolle. So-dann bat er das Volk, sie möchten für die Jesuiten beten, undnicht so leicht den in Umlauf gesetzten Gerüchten Glauben schenken;sie seien keine Königsmörder, zu denen man sie machen wolle, nochbegünstigen sie solche Leute, welche sie vielmehr verabscheuen, undnoch nie habe ein Jcsnite die Hinwegschaffnng irgend eines Königsbegünstigt oder gebilligt."

Die Jesuiten waren also durch den Pariser Parlamentsbeschlußvom 29. Der. 1594 aus Frankreich verbannt worden; „aber, sagt derHistoriograph Heinrichs IV., cs war der allgemeine Wunsch derKatholiken, sie wieder zu sehen; nur die Beamten hatten ein demallgemeinen Wunsche der Katholiken entgegengesetztes Verlangen.Aber wer wagte, Stand zu halten den Beamten, die in ihren be-fangenen Herzen einen außerordentlichen Widerwillen gegen die Je-suiten hegten? Den Hugenotten, welche zitterten vor Wnth? DenFreigeistern, welche damals sehr mächtig waren? Welcher Sterb-liche wagte cS, dem wohlbewußten Zorne der Einen, der drohendenWnth der Andern zu trotzen, und der vereinigten Rache dieser charakter-losen Leute, die gezwungen waren, die Tugend zu verfolgen, weilsie dieselbe nicht hassen konnten,, noch auch sie üben wollten? ESwar dieß Heinrich IV., dessen edle, großmüthige Seele über die drin-genden Bitten der ganzen Partei, über den Widerstand, die Vor-stellungen und Ränke der Magistrate'triumphirte, sowie über dieschleichenden Jntriguen einiger Pedanten und über den fanatischenHaß der Hugenotten. „Er kannte die Unschuld der Jesuiten unddie Dienste, die sie der Kirche geleistet," sagt ein unpartheiischerGeschichtschreiber, ^ und ihre temporäre Abwesenheit hatte nur dazu

> Mmoire cI'I?!>NN.

r Ilisl. Ne iR^tisc, par ONois)'. 1743- m-4". 1.10- liv.XXXI. cli.IV.p. 166.