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2 (1845)
Entstehung
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Schon im Jahre 1622, dem'Todesjahre unseres heiligen Stifters(Alcrander VII. sprach ihn 1665 heilig), zählte man 13 solcher Klöster,und die Mutter von Chantal hatte die Freude, bei ihrem Hinscheiden(1641) deren 87 zu zählen.

Man thcilt sie in Choristinen, Zugesellte und HauS-genossinen; das Officium im Chore wird von den Erster» gesun-gen, während den Letzter» die wirthschaftliche Verwaltung des Hausesüberlassen ist. Die Zngesellten sind, wie die Choristinen, zu allenKlosterämtern fähig. Die Regel schreibt keine besonders großen Ab-tödtungen vor. Außer den allgemeinen Kirchcnfasten fasten sie nuran den Vigilien der Feste der Dreieinigkeit, Pfingsten, Himmelfahrt,Fronleichnam, Maria's, Augustins und jeden Freitag von Michaelisbis Ostern. An den übrigen Freitagen haben sie sich nur derFleischspeisen zu enthalten. Keine dieser Klosterfrauen darf eineaußergewöhnliche Fasten halten, sich die Disciplin geben oder sichkasteien, ohne dazu die Erlanbniß der Superiorin erbeten zu haben.Die Choristinen singen nur die kleinen Tagzeiten der heiligstenJungfrau. Nach dem Mittagessen und nach der Erholungsstundeempfangen alle Schwestern täglich von der Superior!» die Befehle,was sie bis zum Abend zu thun haben. Nach der Erholungsstundedes Abends werden ihnen gleichfalls alle Verrichtungen bis zumfolgenden Mittage angewiesen. Einmal des Monats müssen sie vorder Supcriorin ihre Fehler aufrichtig bekennen. Zwei Mal täglichbeten sie für sich, eine Stunde des Morgens und eine Stunde nachder Complct; von dem ersten Schlage zur Mette bis zur Prime dcSfolgenden Tages, von der Erholungsstuude des Morgens bis zurVesper und während der Mahlzeiten herrscht unverbrüchlichesSchweigen. Um von der wahxen Armuth überzeugende Beweise zugeben, müssen alle Schwestern jährlich ihre Zellen, Betten, Rosen-kränze, Krucifire, Bilder u. s. w. untereinander vertauschen. IhreKleidung ist schwarz und besteht aus sackähnlichen weiten Nöcken,welche gegürtet in viele Falten sich werfen. Die weiten Aermelgehen bis auf die Fingerspitzen, so daß sie die Hände darin ganzwie in einen: Muff bergen können. Der Schleier ist von schwarzemEtaminc und nicht gefuttert, lieber die Stirne läuft eine schwarzeBinde und als Vortuch tragen sie eine weiße Barbette, unter