Druckschrift 
2 (1845)
Entstehung
Seite
79
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so nützliche» Orden wieder ins Dasein zn rnfen. Die erste Nie-derlassung fand zu Marseille einen Ort, und zwar in dem erstenHospital dieser Stadt znm heiligen Geiste (du Saint-Esprit);sofort gründete der Bruder Johann von Gott eine andere zu Sainte-Croir, in der Nähe von Salo. Im Jahre 1821 kamen die Brü-der in das Lozvre-Departement, bestrebten sich eben so sehr, denGeist zu erleuchten, als die Gebrechen des Körpers zu heilen undhielten zu Mende.unentgeltlich christliche Schulen, in denen sechsReligiösen beinahe 300 Schüler unterrichteten. Die Vorsehungbeglücke sie mit der Erwerbung des Schlosses Chapla, und alsbaldnahmen sie hier Irre auf, welche man aus den Gefängnissen undden Spitälern befreite. Zudem erhielten sie noch daS Schloß Saint-Alban, vier französische Meilen von Chayla, und versahen es mitbarmherzigen Schwestern, welche für die weiblichen GeisteskrankenSorge tragen sollten. Zu Lyon, wohin das Noviziathauö in derVorstadt Guillotiüre unter der Anrufung unserer lieben Frau ver-legt wurde, besitzen sie überdieß zwei Häuser, daS eine in demGefängniß zum heiligen Joseph, in dem sie den Gefangenen ab-wartcn, daS andere im Schlosse Champagncur, unter dem Namendes heiligen Petrus und Paulus, in welchem die Irren verpflegtwerden. Man vermuthet mit Recht, daß dieses gute Werk durchdaS nnintercssirte Benehmen der Brüder einen frischen Schwungerhalten müsse. Und wozu bedürfen sie des Reichthumcs? DasLeben, das sie in ihren Niederlassungen führen, ist voll Buße undStrenge: die Ruhestätte, die Mahlzeit, die Kleidung, kurz Allesverräth Armuth und einen Geist der Abtödung. Zwar finden hierweniger fromme Hebungen statt, als in andern Klöstern, aber nurum desto mehr Zeit zu Liebeswcrkcn zu gewinnen. Indessen schreibtdie Regel Gebet, Anhörung der Messe, das Beten des OfficiumSder heiligsten Jungfrau und geistliche Lektüre vor. Obwohl sie keinBesitzthum haben, fast nur von Wasser und Brod leben und aufder bloßen Erde schlafen, so scheinen sie doch glücklich in der Ueber-zengung, daß die Religion und die Menschheit ihre Dienste in An-spruch nimmt. Und dieser Gedanke führte einige nach Paris, umhier den Lchrcursen in den Spitälern zu folgen und sich Kenntnissezu erwerben, welche sie in den Stand setzten, den Kranken noch