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Worte „Gehorsam," das er auf ein Papier nicdcrschrieb.Ncbstdem ermunterte er zu einer öfter» Einkehr in sich selbst, zumGebete und zur Bewahrung der strengsten Armuth, zum öftcriiSchweigen und zur Fortsetzung des Katcchisirens nicht bloS in derStadt, sondern auch auf dem Lande. Indes! hatte Leonardi mit derWidersetzlichkeit der Lnecenser manchen harten Kamps zu bestehen,welche deir Zweck seiner Stiftung nicht kannten und, wie es oftgeht, von manchen Vorurtheilen befangen und von vielfachen Be-sorgnissen geängstiget waren. Gleichwohl erhielt diese Congregationdie Kirche U. L. F. de Cortclandini und wurde 1583 zu einerCongregation förmlich eanonisch unter dem Namen „Weltgeistlichevon der Mutter Gottes" erhoben. Dabei dauerte der Widerstandder Lucccuser gegen das ganze Unternehmen fort, und als Leonardivon einer Geschäftsreise nach Rom zurückgekehrt war, wollte man ihngar nicht mehr in die Stadt einlasscn. Papst Clemens VIII. aberwußte die Ruhe wiederherznstellen, billigte die Satzungen der Con-gregation, befreite sie von der Gerichtsbarkeit der Diöecsanbischöfe,indem er sie im Jahre 1593 unmittelbar dem päpstlichen Stuhleunterwarf, erlaubte ihr die Ablegung der drei einfachen Gelübde,gab ihr einen Sitz zu Rom mit der Kirche der heiligen Galla, ver-trante ihr die Besorgung der Armenschnle daselbst, und übergab ihrauch die berühmte Wallfahrtskirche Unserer Lieben Frau dell' Are»im Königreich Neapel. Cardinal Baronius aber wurde Hauptbc-schützer der frommen Genossenschaft, für die sich auch der heiligePhilipp von Neri verwendet hatte. Papst Gregor XV. erhob sofortim Jahre 1021 den Verein, der indessen zu Neapel, ans Sieilienund in vielen Städten Italiens Klöster gewonnen hatte, durch dieErlaubniß, feierliche Gelübde abzulcgen — zu förmlichen regulirtenKlerikern der Mutter Gottes. Sie haben dieselbe Ordenstracht wiedie Jesuiten. Nach Leonardi's Satzungen müssen sie täglich nachTisch die lorettanische Litanei beten. Sie fasten an allen Vigiliender Maricnfeste und erneuern ihr Gelübde je am Feste der AufnahmeMarias in den Himmel.
Diese Congregation hat auch unsere Tage erreicht; gegenwär-tiger Generalvorsteher derselben ist P. Michael Bertini, welcher