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2 (1845)
Entstehung
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sechs Kindern. Allein schon im neunten Jahre ihrer Verbindungstarb Angelo, und nachdem die fromme Wittwe ihre Thränen getrocknethatte, die sie dem Andenken eines so zärtlich geliebten Gatten nichtversagen konnte, nahm sie ihre Zuflucht im Gebete zu Maria, undihr Herz fand bei dieser Andacht stets mehr Ruhe. Als sofort ihredrei noch lebenden Söhne den Habit der Minimen genommen hat-ten und ihre zwei Töchter regnlirte Chorfrauen geworden waren,beschloß sic ans den Rath ihres Beichtvaters, einen neuen Orden zugründen. Allein ihre Liebe zu den Armen hatte schon den größtenThcil ihres Vermögens anfgezchrt, so daß ihr der Erzbischof vonGenua von ihrem Vorhaben abzustehen rieth. Endlich gelang esihr aber, mehrere gleichgesinnte Frauen zu vereinigen, namentlichdie reiche Vieentina Lomellini, deren Gemahl sich hatte zum Priesterweihen lassen und später in den Orden der Barnabitcn trat, undderen fünf Töchter Klosterfrauen wurden, für ihre Stiftung zu ge-winnen. Man kaufte setzt ans dem kleinen Berge von Genna dassogenannte Schloß und .richtete cs zu klösterlicher Wohnung ein.

Die von Victoria entworfenen Satzungen wurden von ihrem Beicht-vater geordnet und von Papst Clemens VIII. gntgeheißen. Vic-toria selbst wurde jetzt zur ersten Snperiorin gewählt und konnteschon nach wenigen Jahren das große neue Kloster, welches mittelsteines Gartens mit dem ersten znsammenhieng, beziehen.

Diese Nonnen legen noch ein viertes Gelübde, das der stren-gen Clausnr, ab. Nur sechs Mal im Jahre dürfen sie mit ihren -Verwandten verschleiert am Sprachgittcr sprechen. An drei dieser jähr-lichen sechs Sprechtage dürfen sic mit Verwandten des ersten undzweiten Grades bei offenem Gitter sprechen. Ucbrigens hat jedeKlosterfrau das Recht, durch ein eigenes Gelübde diese Begünstigungfür immer oder auf eine bestimmte Zeit sich zu entziehen. JedeCorrcspondcnz ist verboten, außer die Superiorin habe eine besondere «Erlanbniß zum Schreiben ertheilt. Die Kleidung besteht aus einemweißen Rock, einem Skapulicr, einem Gürtel und einem blauenMantel. Die Chorschwcstern tragen ferner Pantoffeln, die mit blauemLeder besetzt sind, nm-sich, wie Helyot sagt, zu erinnern, daß ihreHandlungen himmlisch und nicht irdisch scyn sollen. Von dieserhimmelblauen Farbe aber haben sic den Namen h i m mlische Annun-