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Dritter Gesang.
IS.
Wer ist nun Jener, der so kampfentglommcnDie Lanze führt, voll Trotz im Angesicht? —
Bon Thräncn wird ihr Auge da verschwommen.
Auf ihren Lippen sich ein Seufzer bricht.
Die mächt'ge Rührung lässt sie auf nicht kommen,
Doch kann sic ganz sie unterdrücken nicht;
Ein Purpurkrcis ihr feuchtes Aug' umziehet.
Und haibgcbrochncr Seufzer ihr entfliehet.
IS.
Dann spricht die Maid zu ihm dies Wort bctrüglich.Indem die Gluth dcS Hasses Mantel birgt:
Ich kenn' ihn, weh! aus tausend wollt' ich füglichErkennen ihn, dies sei dir nur verbürgt;
Er hat die Flur mit Blut erfüllt, gcnüglichSah's strömen ich, als er mein Volk gewürgt.
Ha! wie er grausam trifft, und seine Wunden,
Die macht kein Kraut, kein Zauberwort gesunden.
20.
Prinz Tancrcd ist's. O hätt' ich ihn gefangen.
In meiner Macht, doch lebend nur, nicht tvdt,
Gestillt war' dann der süßen Nach' Verlangen,
Nach der sich sehnt mein Herz in seiner Noth.
So spricht sic zu dem König, der befangen.
Den Sinn verdrehend, selbst sich Jrrthum bot.
Doch mischt sich ihrer letzten Worte Tönen —
Sie kann'S nicht hemmen mehr — ein leises Stöhnen.
si.
Clorinda eilt, den Tancrcd anzugrcifen.
Die Lanze eingelegt; ein Jeder stösst
Auf das Visir des Feinds, und ringsum schweifen
Die Splitter; sic wird durch den Stoß entblößt,