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33 : Abt. 3, Vermischte Schriften ; 6 (1854)
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Der Zürich-See sah einzelne kleine Gefechte — wilder aberund ruhmvoller war der Schweizerkampf in den Gefilden vonRothenthurm und an den Höhen des Morgarten, wo AlohsReding mit seinen Schwyzcrn gegen die Ueberwinder Europa'sstritt.

Wenige Wochen nach Unterwerfung der demokratischen Kantoneschrieb mir Aloys Neding. Ein Auszug seines Schreibens wirddie Empfindungen dieses im Unglück seines Vaterlandes berühmtgewordenen Schweizers treuer darstellen, als meine Feder es ver-mag. Er führt die Sprache eines Mannes, der selbst die Klageum den unersetzlichen Verlust unter seiner Würde hält, und einunüberwundenes Herz ans dem allgemeinen Unglück rettete.

Schwyz, 2S. Juni 1798.

-Es ist bekannt, daß jeder Staat seine Höhe und sein

Alter erreicht, und dann der Tod dem politischen Körper so un-vermeidlich ist, als dem menschliche».

Ach, bester Freund, dieses war auch unser Loos. Bei Sterben-den ist die letzte Krifis immer heftig; aber über alle Erwartunghartnäckig und tobend war der Todeskampf unsers kleinen Staats.Der Vater verlor seinen Sohn, der Sohn den Vater, der Freundseine Freunde, und alle brachten großmüthig, ohne fich zu beklagen,der edeln Freiheit diese so theuern Opfer dar, aber — nur ver-gebens waren sie dargebracht! — Doch nein — waren wir auchzn schwach gegen diese große und sieggewohnte Nation, die vonunfern Vätern so theuer erfochtene Freiheit zu behaupten: so warenwir doch nicht schwach genug, selbige so leicht mit der Ehre unsersNamens zu verlieren. Und es war nicht Fanatismus, wie so vielebehaupte», sondern wahre und reine Freiheitsliebe, und das Bewußt-sein der gerechten Sache, welche ein so kleines Volk in einem so