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Bd. 1 (1824) Freyheit des menschlichen Willens
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sitzest/ waS du wünschest/ lobe ich die Güte dcSSchöpfers. Weil du aber als undankbar leiden mußt/was dir widrig ist/ preise ich die Gerechtigkeitder göttlichen Ordnung. Solltest du crwicdern:nicht deßwegcn verwünsche ich den Tod / weil ich einunglückliches Daseyn dem Nichtdaseyn vorzichc/ sondern/um nicht nach dem Tode noch unglücklicher zu seyii/ gebeich zur Antwort: ist dieses ungerecht/ so wirst du cS nichtseyn; ist es aber gerecht/ so müssen wir denjenigen preise»/nach dessen Gesetzen du noch unglücklicher seyn wirst. Fragstdu aber / woher ich wisse/ daß / wofern dieses ungerechtsey/ du nicht unglücklicher seyn werdest/ ist meine Ant-wort; daher/ weil/ falls du eigenmächtig seyn wirst/du entweder nicht unglücklich/ oder deines ungerechtenBetragens wegen mit Recht unglücklich seyn wirst:denn wenn du dich recht betragen wolltest/ würdest dunicht eigenmächtig/ sondern entweder unter der Gewaltkeines Andern/ oder unter der Gewalt eines An-dern seyn. Wenn unter der Gewalt keines Andern/gegen/ oder mit Willen. Gegen deinen Willen aberkannst du unmöglich etwas seyn/ wo nicht irgend eineMacht dich überwältiget hat. Allein keine Macht kanndenjenigen überwältigen/ welcher unter der Gewalt kei-nes Andern steht; wenn du aber mit freycm Willenunter der Gewalt keines Andern stehest/ stehst dueben deßwegcn unter deiner eigenen. Somit wirstdu ungerechten Betragens wegen der Gerechtigkeit ge-