150
Die Stimme des Herolds schwieg, und von neuem er-schallten die Beifallsbezeigungen. Sie waren einstimmig:denn die Unzufriedenen sahen es ein, daß sie von der Gnadedes Kaisers abhingen, da der Aufruf gezeigt hatte, daßAlexius die Schuldigen kenne, und da es i» seiner Machtstand, nicht nur die Waräger sondern auch die Apulier Tan-kreds gegen die Verschwor»«» loszulaffen.
Der stämmige Stephanos, der Centurio Harpax und an-dere Meuterer von Stadt und Land schrien darum vor allen,um dem Kaiser für seine Güte und dem Himmel für ihreRettung zu danke».
Die Versammlung, über die entdeckte und vereitelte Ver-schwörung beruhigt, begann nun, wie es zu geschehen »siegt,an de» Zweck zu denken, um deffentwillen man eigentlich ge-kommen war, und ein heimliches Flüstern, das nach und nachzum Murren wurde, zeigte die Unzufriedenheit der Bürger,daß man ihre Geduld so auf die Probe stelle.
AleriuS errieth die Gedanken der V rsammlung, und aufein Zeichen seiner Hand bliesen die Trompeten ein Kriegs-stgnal. „Robert, Graf von Paris," sagte dann der Herold,bist du hier persönlich oder durch einen ritterlichen Stellver-treter zugegen, um auf die Forderung seiner kaiserlichen Hoheitdes Cäsars Nicephorus BrienuiuS zu antworten?"
Der Kaiser glaubte Alles qethan zu haben, daß keinerder beiden Gegner auf den Aufruf antworten würde, unddarum hatte er ein anderes Schauspiel in B reitscbafl, näm-lich eine Anzahl Käfige mit wilden Tifieren, die jetzt vor derVersammlung losgelafien werden sollten. Sein Erstaunenund seine Verlegenheit waren darum groß, als bei dem letztenWort des Aufrufs Graf Robert von Paris erschien, völlig